Warum sind 20% der Bevölkerung davon betroffen?

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Was ist Laktose? Laktose ist ein Zucker, der von Natur aus in jeder tierischen Milch enthalten ist. So enthält ein Liter Kuhmilch 40 bis 50 Gramm Laktose. Es handelt sich somit um einen wesentlichen Bestandteil der Milch.

Ein Laktosemolekül setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: einem  Glukosemolekül und einem  Galaktosemolekül.

Wie verdaut man Laktose?

Der menschliche Körper kann diesen „Doppelzucker“ als solchen assimilieren.
Sein Darm muss ein Enzym, die Laktase, produzieren, die die Laktose in zwei Teile aufspaltet: zum einen die Glukose und zum anderen die Galaktose. Durch diese Aufspaltung können die beiden Zuckerarten über den Darm aufgenommen werden.

Normale Verdauung von Laktose:

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Verdauung bei Laktoseintoleranz:

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Wer kann Laktose nicht verdauen?

Jene Personen, die weniger Laktase produzieren, ein Enzym, deren Auftrag es ist, die Laktose in zwei Teile zu spalten, entwickeln eine Laktoseintoleranz. Während des Wachstums hat der Mensch allerdings die natürliche Tendenz, immer weniger Laktase zu produzieren. Und manchmal überhaupt keine mehr!
Ergebnis: rund 20 % der belgischen Bevölkerung sind davon betroffen.

Umgekehrt verdauen Babys und Kinder Milch allgemein gut, da sich in ihrem Darm viele Laktase-Enzyme befinden.

Wie zeigt sich eine Laktoseintoleranz?

Wenn Laktose nicht abgebaut wird, stagniert sie im Darm. Dadurch kommt es zu Blähungen,  Gasen,  Krämpfen und Bauchschmerzen,  Reflux,  Verstopfung und manchmal sogar Durchfall.

Dieses Phänomen ist normal und sollte weder mit Krankheit noch Allergie (die wesentlich seltener ist und vorwiegend Kinder betrifft) verwechselt werden.

*de Vrese M. et al., The American Journal of Clinical Nutrition, 2001 février, 73 (2 Suppl): 421S-429S.